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Die Gestalten des Zeus
Von der Unmöglichkeit gesellschaftlichen Wandels

136 Seiten
12,8 x 20,8 cm. Brosch.
Passagen Verlag, Wien 2007 (Passagen Gesellschaft)



Klappentext

Gesellschaften bilden eine für ihre Individuen verbindliche Matrix des Denkens aus. Sie ist mitverantwortlich für die Unmöglichkeit radikalen, gesellschaftlichen Wandels, wenn er am nötgisten wäre.


Die Nation ist tot! Global und individualistisch schreiten wir in die Zukunft. Verpönt sind Dominanzen: Die Deutschen, die Franzosen, die Amerikaner. Es gibt nur differente Individuen. - Diese Sätze entspringen einem Wunschtraum des Individualismus.
Nationen leben munter und machen das Denken und Vorstellen ihrer Individuen zu Gefangenen einer Matrix. Bestehend aus einem Beziehungsgeflecht konkreter Vorstellungen von Wirklichkeit, Repräsentation, Individuum und Gesellschaft ist diese Matrix eine unbewusste, nationale Denkvorlage der Individuen. Sie bestimmt, wie die Wirklichkeit vorzustellen sei und wie in der Wirklichkeit Probleme gelöst werden. Im replizierenden Prozess der Erziehung wird dieser nationale Mutterstamm des Denkens immer neu in die Köpfe der Individuen kopiert. Nur schwer kann sich deswegen die Nation ihrer Banden entledigen, wenn sie einen schnellen und substantiellen gesellschaftspolitischen Wandel benötigte.


Rezensionen

H-Soz-u-Kult, 6. Mai 2005
Thomas Schmitz: Rezension zu:
Lindl, Stefan: Die Gestalten des Zeus. Von der Unmöglichkeit gesellschaftlichen Wandels. Wien 2004. In: H-Soz-u-Kult, 06.05.2005, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2005-2-091>.



Zeitschrift für Politikwissenschaften ­ ZPol-Bibliografie 1/05, Rubrik 5.42, S. 319

Lindl, Stefan: Die Gestalten des Zeus. Von der Unmöglichkeit gesellschaftlichen Wandels, Wien: Passagen Verlag 2004; 133 S.; brosch., 16,00 EUR, ISBN 3-85165-638-5.

Trotz aller Veränderungen der äußeren, oberflächlichen Erscheinungsformen von Gesellschaften (“Repräsentationen"), so die zentrale Grundannahme des Autors, seien Nationen durch jeweils typische kollektive, unbewußte Gemeinsamkeiten (“nationale Matrix") gekennzeichnet. Die Oberflächenphänomene seien jedoch trotz aller Variabilität nicht beliebig. Vielmehr müßten sie immer im Einklang mit der Struktur der zugrunde liegenden Matrix stehen, die kaum veränderbar sei. Die nationalen Matrizen Deutschlands und Frankreichs will der Autor durch die Analyse der Oberflächenphänomene (“Repräsentationsanalyse") identifizieren. Dazu bedient er sich analog strukturierter Bilder (“Parabeln") zu ausgewählten Themenbereichen: z. B. Prüfungsformen, Schulwesen und nationale Klischees. Dabei geht es in hohem Maße um das Ausloten des jeweils unterschiedlichen Verhältnisses und Verständnisses von Individualität und Ordnung. Die gesamte Darstellung ist absichtlich äußerst bildhaft und assoziativ gehalten.
BE (Silke Becker)


Amazon.de, 13. September 2004
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3851656385/302-3919608-3804036


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Von der Unmöglichkeit gesellschaftlichen Wandels:
Die Gestalten des Zeus
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