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Blendend
Gesalten des Gestaltens 2
112 Seiten
12,8 x 20,8 cm. Brosch.
Passagen Verlag, Wien 2007 (Passagen Philosphie)
Klappentext
Liebe Wirklichkeit,
ich raube, betrüge, zerstöre.
Ich bringe Kultur.
Es droht
Die Blende
Von der Strafe des Blendens, über das Trompe l'oeil, zum Terror diese Serie zeugt von Verschwinden, Betrug, Dominanz. Blendendes Gestalten verspricht kein sanftes Belassen, sondern aktives Verändern.
Das Blenden, das Bewirken der Blindheit, trägt Verlust in sich. Dagegen fügt die Blende auch etwas hinzu. Ein Trompe l'oeil bereichert das Bestehende um eine Oberfläche, die verschwinden läßt, was sie verblendet. Auf Verlust und Hinzugewinn baut auch der Verblendete. Er akzeptiert nicht die Differenz von Wirklichkeit und Vorstellung von ihr, sondern sucht die Assimilation. Das Außen an innere Pläne anzugleichen, ermöglicht großer Aufwand oder Gewalt. Ackerbau ist eine Form dieser Assimilation, Terror und Konzentrationslager sind andere.
Blendendes Gestalten richtet sich immer gegen das Gewordene, möchte verändern, zerstören, um neu zu beginnen. Ohne diese dominante Form des Gestaltens gäbe es nicht das Menschlichste: Kultur.
Stefan Lindl lebt als freier Autor, Mäeutiker, Kunsttheoretiker bei München. Im Passagen Verlag erschienen: Die Gestalten des Zeus (2004), Nackt (2005).
Die Grafik "BLENDE" auf dem Cover ist von Bernd Wiedemann.
Über ihn schreibt Random House: "... einer der vielseitigsten Zeichner und Illustratoren des Landes. "
Dr. phil. Stefan Lindl, Hauptstraße 98, D-85579 Neubiberg accueil@stlindl.com
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